Hausmüll- und Sperrmüll

Brennbare Abfälle aus dem Main-Kinzig-Kreis, die nicht mehr wiederverwertet werden können, werden seit 2005 im Müllheizkraftwerk Offenbach verbrannt. Die dabei freigesetzte Energie zum Teil zur Stromerzeugung verwendet und zum Teil in das Fernwärmenetz der Stadt Offenbach eingespeist.

Um die notwendigen Transporte ökonomisch durchzuführen und die Umweltbelastung möglichst gering zu halten, wurde auf dem Gelände der Deponie Hailer eine Umschlagstation errichtet.

Müllfahrzeuge mit Hausmüll aus dem Raum Gelnhausen und Schlüchtern laden dort ihren Abfall ab, der dann in Sattelzügen mit jeweils zwei Großraumcontainern zum Müllheizkraftwerk Offenbach gefahren wird. Müllfahrzeuge aus dem Raum Hanau fahren dagegen direkt nach Offenbach. Durch die Zusammenfassung der Transporte aus Gelnhausen und Schlüchtern werden mehr als 55.000 Transportkilometer pro Jahr eingespart.

Liefern Kommunen und Bürger Sperrmüll im Abfallwirtschaftszentrum Gelnhausen an, werden zunächst grobe Wertstoffe (Metall, Holz, Teppichböden) mit Greifbaggern aussortiert und der Verwertung zugeführt.

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Müllheizkraftwerk Offenbach

Der verbleibende Rest wird in einer angeschlossenen Sortierhalle von Hand nachsortiert, um auch die kleinstückigen Wertstoffe zu erfassen. Die übrig gebliebenen nicht verwertbaren Reststoffe werden zerkleinert und ebenfalls zur Verbrennung in das Müllheizkraftwerk Offenbach gefahren.

Bei der alljährlichen Revision des Müllheizkraftwerkes wird die gesamte Anlage für ein bis zwei Wochen heruntergefahren, um notwendige Umbauten oder Reparaturen durchzuführen. In diesem Fall oder wenn durch Störungen eine oder mehrere Verbrennungslinien ausfallen, können bis zu 7.000t Hausmüll auf dem Kurzzeitlager in Gelnhausen-Hailer zwischengelagert werden.

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