Verwertung von Kork

Korken dienen als wasser- und gasdichte Verschlüsse für Wein und Sektflaschen. Hergestellt werden sie aus der Rinde der Korkeiche, die im westlichen Mittelmeerraum wächst. Kork ist ein nachwachsender Rohstoff, allerdings ein sehr langsam nachwachsender. Eine neu gepflanzte Korkeiche kann frühestens nach 25 Jahren das erste Mal geschält werden. Weitere Ernten sind dann nur alle acht bis zehn Jahre möglich.

Da Kork hervorragende Dämmeigenschaften hat, kann aus gebrauchten Flaschenkorken ein Korkgranulat gewonnen werden, das im Hausbau verwendet wird.

Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft organisiert die Korksammlung im Main-Kinzig-Kreis. Die an den örtlichen Sammelstellen gesammelten Korken werden zentral zusammengeführt und von einer Behindertenhilfe abgeholt. Diese sortiert Störstoffe wie Metallteile und Kunststoffkorken aus, schrotet die Korken und vermarktet sie als ökologisches Dämmmaterial.

Echte Korken (links) und "falsche Brüder" (rechts)

Echte Korken (links) und „falsche Brüder“ (rechts)

Allerdings können nur Naturkorken verarbeitet werden und nicht die auf den ersten Blick ähnlich aussehenden Korken aus Kunststoff, die man an der schaumartigen Schnittfläche erkennt. Achten Sie deshalb bitte darauf, dass Kunststoffkorken nicht in die Korksammlung, sondern in die Gelbe Tonne gehören.

Jedes Jahr werden im Main-Kinzig-Kreis rund drei Tonnen Korken gesammelt. Die Bürger des Main-Kinzig-Kreises leisten damit einen wichtigen Beitrag zu dem ökologischen Projekt der Korkverwertung und zur Sicherung der Arbeitsplätze für Behinderte.