In den letzten Wochen wurde Bioabfall in einer Kompostierungsanlage im Main-Kinzig-Kreis gesichtet. Dabei wurde festgestellt, dass ein großer Anteil Plastiktüten im Bioabfall enthalten ist. Meistens handelt es sich dabei um Plastiktüten in denen Bioabfall gesammelt wurde; nur wenige Tüten enthielten Restmüll.

Biomuell-WaechtersbachAuf den Kompostierungsanlagen im Main-Kinzig-Kreis können allerdings keine Plastiktüten verarbeitet werden, das gilt auch für Plastiktüten, die als kompostierbar oder biologisch abbaubar verkauft werden. Der Grund ist die kurze Rottedauer in den Kompostierungsanlagen. Um die Kompostqualität sicherzustellen, müssen nach der Kompostierung alle Plastiktüten und -fetzen in mehreren aufwendigen Verfahrensschritten ausgesiebt werden. Ärgerlicherweise wird mit den Tüten dann auch eine erhebliche Menge wertvoller Kompost ausgesiebt und landet so für teures Geld in der Müllverbrennung.

Deshalb empfiehlt der Main-Kinzig-Kreis das Einwickeln von Bioabfall in Zeitungspapier oder die Verwendung der im Handel angebotenen Biotüten aus Papier. Diese können dann problemlos in der Biotonne entsorgt werden.

Wenn Bürger unbedingt Plastiktüten zur Sammlung von Bioabfall verwenden wollen, gehört der Inhalt der Tüten in die Biotonne, aber die Tüte selbst gehört dann in die Restmülltonne, was natürlich nicht im Sinne der Abfallvermeidung wäre.